
Seit längerer Zeit hatten wir in unserer Redaktion kein Handy mit dem Windows Betriebssystem. Wir sollen das jetzt nachholen und dabei kann uns das schöne, bunte Lumia 620 helfen. Das ist ein Mittelklasse-Smartphone.
Das Handy verfügt über eine eher durchschnittliche Spezifikation, aber zeichnet sich durch das interessante Design und die originelle Form aus. Es besitzt auch ein paar nicht alltägliche Beilagen...
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Inhaltsverzeichnis
- Ein Blick auf das Gerät
- Solide Konstruktion
- Nicht alltägliche Lösungen
- Interessante Beilagen
- Fotografie und Video
- Das Interface ist nicht so schrecklich...
- Als ein Handy?
- Zusammenfassung und ein Video
Das Nokia Lumia 620 ist nicht groß. Es verfügt über ein Display mit der Bildschirmdiagonale von 3,8 Zoll und dieses ist von einem ziemlich breiten Rhamen umgeben. Das Handy gehört zu den dünnsten Geräten nicht, ist über 1 cm dick, aber die sanft profilierten Seiten und die Rückseite verursachen, dass es perfekt in der Hand liegt. Den sicheren Griff garantiert die matte Oberfläche des großen Teils des Gehäuses. Die Frontseite bildet die einheitliche, darke Fläche und wurde nur durch die Kopfhörer-Buchse variiert. Links wurde die Frontkamera und Näherungs- und Lichtsensoren verbaut, rechts befindet sich das Logo des Herstellers.
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Unter dem Display gibt es die Sensortasten: "Zurück", "Start" und "Suche." Die Tasten haben ziemlich große, aktive Fläche und werden hell beleuchtet. Was im Fall des Lumia 620 wirklich auffallend ist, ist die Rückseite. Der Akkudeckel umfasst alle Seiten und seine Kanten bilden eine zusätzliche Umrandung der Frontseite. Dadurch sieht das Gerät nicht nur gut aus, sondern auch es scheint, monolithisch und solid zu sein. Das Gehäuse knackt nicht, es gibt auch keinen Spielraum. Die Stoffqualität und Genauigkeit bei der Montage sind wirklich klasse.
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Das Gehäuse wurde aus dem zweischichtigen Stoff hergestellt. Weißes Plastik wurde mit der bunten, halbtransparenten Farbe überzogen, was einen fantastischen Effekt garantiert: das Gehäuse sieht so aus, als ob es aus dem gefärbten Glas hergestellt wurde. Das nächste, interessante Element ist die einfache Form des Gehäuses. Irgendwelche Details befinden sich nur dort, wo sie notwendig sind. Die linke Seite ist ganz glatt, unten und oben gibt es nur den Ausgang des Mikrofons und die Steckplätze – entsprechend microUSB und Minijack. Rechts wurden schmale Hardware-Tasten platziert: Lautstärkeregler, Bildschirmsperr- und Kamerataste. Für diese letzte sollte der Hersteller stürmischen Beifall bekommen, besonders dafür, dass wir die Kamera einschalten können, ohne den Bildschirm entsperren zu müssen. Das Kameraobjektiv durchbricht die glatte (ungerechnet des Logos und Lautsprecher-Gitters) Oberfläche der Rückseite. Dieses ist von dem schwarzen Rahmen umgeben, drinnen gibt es auch den LED-Blitz.
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Ich muss zugeben, dass mein Kampf gegen diesen schönen Akkudeckel ein paar Minuten dauerte. Da ich keinen Zugriff auf den SIM-Steckplatz hatte, nahm ich letztendlich die Bedienungsanleitung in die Hand. Es hat sich erwiesen, dass der Abbau sehr einfach ist, obwohl man die Vorgehensweise nicht so einfach erraten kann. Man muss das Gerät an der linken Ecke halten und das dunkle Plättchen mit Kameraobjektiv drücken. Die Klappe öffnet sich sofort. Das Handy sieht nach dem Entfernen des Gehäuses sehr selten so gut wie das Lumia 620. Alle Bestandteile sind schwarz, sogar der Akku verfügt über keine Bezeichnungen von der sichtbaren Seite. Das einzige helle Element ist der Steckplatz für die Speicherkarte. Diese kann man austauschen, ohne das Smartphone ausschalten zu müssen. Es ist interessant, dass wir zusammen mit dem Akkudeckel auch die Kopfhörer-Buchse abnehmen! Diese ist mit der Hauptplatine durch die Federstifte verbunden. Ich nehme an, dass die Konstruktion durchdacht wurde und keine Probleme bei längerer Nutzung des Handys verursachen soll. Der Nachteil ist, dass der Akkudeckel kein billiges Zubehör ist, wenn wir einfach diesen in einer neuen Farbe haben möchten oder wenn dieser kaputt geht oder zerkratzt wird... Die microSIM-Karte installiert man auch nicht einfach. Zuerst muss man den Akku entfernen, die kleine „Plastik-Zunge“ ziehen und den Metall-Griff für die Speicherkarte aus dem Gehäuse herausschieben. Ich will sogar daran nicht denken, was passiert, wenn wir dieses Plastik-Element abreißen oder den ganzen Griff für die Karte verlieren...
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Das Handy aufzubauen, dauert nur eine Weile - den Akkudeckel setzt man sehr einfach auf. Der häufige Abbau von diesem hatte keinen negativen Einfluss auf den Akkudeckelverschluss. Das Lumia schaltet man durch einen Seitenknopf ein, nach etwa 20-30 Sekunden begrüßt uns das Windows Betriebssystem und wir sollen uns anmelden und ein Microsoft-Konto einrichten. Nächste Schritte nach dem ersten Einschalten ist das Aufbauen der WLAN-Verbindung und Auswählen der Sprache (nach der Änderung von dieser muss man leider das Gerät neu starten). Wenn wir schon früher ein Handy mit Windows Phone hatten und die Archivierung eingeschaltet war, wird das Lumia 620 die Daten automatisch herunterladen – darunter letzte Anrufe, Nachrichten, Kontakte und früher installierte Applikationen. Wenn das unser erste Windows-Phone ist, dann lohnt es sich, eine Weile der Sache widmen, ein Archiv zu erstellen und den Laden mit Applikationen zu besuchen. Das Angebot reißt uns vom Hocker nicht, aber wir sollen dort alles finden, was notwendig ist. Die Auswahl von Spielen ist ziemlich begrenzt...
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Was bekommen wir in der Standard-Version? Außer den notwendigen Elementen wie ein Taschenrechner, Kalender, Telefonbuch, bekommen wir auch einen Wecker, E-Mail-Client, Musik-Player und Foto-Viewer. Es gibt auch eine Applikation, die die Datenübertragung von anderen Handys (Kontakte, Nachrichten, Kalendereinträge) ermöglichen soll, und auch Hilfe-Verknüpfung und ein Lernprogramm mit Ratschlägen. Es gibt auch die elektronische Geldbörse und ein Office-Paket. Den Nutzern stehen auch fantastische, kostenlose Landkarten, die Nokia-Navigation und der QR-Code-Scanner zur Verfügung. Es gibt auch Internet Explorer, der sich in der mobilen Version mögen lässt. Der Hersteller gab auch ein paar Applikationen dazu, die das Benutzen der 5-Megapixel-Kamera erleichtern sollen. Es lohnt sich, diese genauer zu betrachten. Cinemagramm ermöglicht, die Fotos in Bewegung zu bringen, was ein bisschen an die GIF-Animation erinnern kann. In diesem Fall werden jedoch nur ausgewählte Elemente in Bewegung gebracht – z.B. ein fahrendes Auto oder der Schwanz unserer Karte...
Es gibt auch eine separate Applikation zum Aufnehmen der Panoramabilder und die andere zu Gruppenfotos. Diese ermöglicht, aus mehreren Ausschnitten die besten zu wählen und ein perfektes Foto zu erstellen. PhotoBeamer ist auch bemerkenswert, dank dieser App kann man unsere Fotos auf einem beliebigen Rechner anzeigen. Man muss einfach die Webseite www.photobeamer.com starten, den dort angezeigte QR-Code mit dem Handy scannen, damit die Fotos aus dem Lumias Speicher im Browser-Fenster erscheinen. Beide Geräte müssen einfach Internet-Zugang haben. Die letzte von den Foto-Applikationen macht uns möglich, sich mit der erweiterten Wirklichkeit zu freuen.
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| City-Kompass Bild: GSMchoice.com |
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"City-Kompass" markiert auf dem Kamerabild interessante Plätze in der Nähe. Sehr beeindruckend... Die Kamera selbst ermöglicht uns, die Parameter (Belichtung, Empfindlichkeit, Weiß-Balance) manuell einzustellen und LED-Blitz selbst zu kontrollieren. Uns stehen auch 5 thematische Anwendungen zur Verfügung und die Filme werden im HD aufgenommen, wobei die Schärfe die ganze Zeit eingestellt wird. Mit der Kamera ist auch eine interessante Funktion der Internet-Suchmaschine Bing verbunden. Dank dieser kann man den Text scannen und dann in verschiedene Sprachen übersetzen. Die funktioniert ziemlich gut, aber erkennt nicht immer polnische, diakritische Zeichen.
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| Gescannter Text Bild: GSMchoice.com |
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Obwohl die Übersetzung eine längere Weile dauert, macht diese Funktion einen ziemlich großen Eindruck.
Wenn wir schon von der Kamera reden, möchte ich euch mitteilen, dass sie wirklich gute Fotos aufnimmt. Es gibt nur Probleme mit Nahaufnahmen, die Schärfe wird erst im Abstand von etwa 15 cm eingestellt. Trotzdem sind die Fotos scharf, gut beleuchtet und die Details werden gut abgebildet.
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| Beispielhafte Fotos Bild: GSMchoice.com |
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Die Filme haben ähnliche Eigenschafte, aber bei schnellen Kamerabewegungen, wird das Bild manchmal undeutlich. Man soll auch digitales Zoom vermeiden – dieses fällt sowohl beim Aufnehmen der Fotos als auch beim Filmen sehr schlecht aus.
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| Beispielhafte Aufnahmen mit und ohne Zoom Bild: GSMchoice.com |
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Ich bin mir dessen bewusst, dass nicht jeder das Betriebssystem Windows Phone 8 früher benutzte. Nehmen wir das Interface genauer unter Lupe. Dieses ist sehr effektvoll. Der Kacheln-Desktop lebt die ganze Zeit – in den Fensterchen passiert etwas ständig... Die Kacheln können unterschiedliche Größe haben und wir können diese nach Belieben auf dem Hauptdesktop, der sich nach unten scrollen lässt, platzieren. Wenn wir den Desktop nach links schieben, kommen wir zu dem Hauptmenü, also zu dem Äquivalent des Start-Menüs. Dieses hat die Form einer scrollbaren Liste, deren Elemente alphabetisch sortiert werden. Wir können die Farben für die Kacheln und für das Menü wählen, das Hintergrundbild des gesperrten Bildschirms (auch aus der Online-Galerie) und Klingeltöne einstellen.
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| Das Interface des Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Am Interface WP8 stören mich die ganze Zeit zwei Elemente. Das erste ist die Leiste oben, wo jedes normale Handy die Netzverfügbarkeit, Icons der aktivierten Module und den Akkuzustand anzeigt. Diese wird im Windows versteckt, um die Netzverfügbarkeit zu prüfen, muss man den oberen Rand nach unten ziehen. Warum?! Nervenaufreibend ist auch die Art und Weise, wie man Anrufe annimmt, wenn der Bildschirm gesperrt ist. Um den Anruf anzunehmen, muss man zuerst den Bildschirm entsperren, also mit dem Finger über den Bildschirm streichen. Erst dann erscheinen die Tasten, wir können den Anruf annehmen oder ablehnen. Warum sind sie nicht sofort sichtbar?! Außer den genannten Details ist das System intuitiv und benutzerfreundlich.
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| Das Interface des Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Sogar Anfänger soll keine Probleme damit haben, sich die Navigationsphilosophie anzueignen. Man muss sich jedoch dessen bewusst sein, dass sich die zusätzlichen Optionen oft unter drei Punkten in der unteren Displayecke verstecken... Für die Eltern wird bestimmt „Kindersicherung” brauchbar sein – dieses spezielle Untermenü erscheint, wann man das Bildschirmsperrbild nach links überzieht. Dort können wir nach dem Aktivieren der „Kindersicherung” Applikationen, die unsere Kinder benutzen dürfen, platzieren. Das Kind wir dann keinen Zugriff auf weitere Inhalte des Handys haben.
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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In der Basisrolle lässt sich das Lumia 620 nicht kritisieren. Trotz der einfachen Parameter funktioniert das Handy zügig, es gibt keine Probleme mit der Netzverfügbarkeit oder mit den kabellosen Modulen. Der Touchscreen arbeitet fließend, die Farben (besonders volles Schwarz) werden gut abgebildet. Man soll noch unterstreichen, dass man den Touchscreen bedienen kann, wenn man die Handschuhe (nicht so dicke) anhat und er ist - ähnlich wie das ganze Gehäuse - gegen Kratzer ziemlich gut resistent. Ich muss noch die Energieverwaltung loben. Wenn man das Lumia schont, kann der Akku sogar vier Tage halten und wenn man es intensiv benutzt, hält dieser bis zum Tagesende. Der einzige Nachteil ist das ziemlich lange Zeit des Aufladens, diese beträgt über vier Stunden.
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| Nokia Lumia 620 Bild: GSMchoice.com |
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Jetzt kommt die Zeit für die Kosten. Das Lumia 620 kostet etwa 215 Euro. Das ist kein Super-Angebot, aber wenn man die Option mit dem Vertrag wählt, kann man es sehr billig kaufen. Als das „erste Smartphone“ erfüllt sich sehr gut, weil es über ein gutes Display, interessantes Design und solide Konstruktion verfügt. Es werden auch gute Fotos aufgenommen. Man soll jedoch unterstreichen, dass es kein Geschäfts-Smartphone ist, das 620 ist kein Multimedia-Multifunktionsgerät. Wenn ihr jedoch euer Abenteuer mit der mobilen Windows-Version beginnen und dabei nicht so hohe Kosten tragen möchtet, ist dieses Modell ein gutes Angebot.
Traditionell lade ich euch am Ende zum Anschauen der Videopräsentation ein:| Nokia Lumia 620 Video: GSMchoice.com via YouTube |
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Quelle: GSMchoice.com





































