
Seit über einer Woche benutze ich das Asus FonePad als ein Handy, obwohl dieses Gerät eher ein Tablet ist. Das ist eine wuchtige, 7-Zoll-Maschine, die jedoch ermöglicht, telefonische Gespräche durchzuführen. Hat es als ein Handy richtig funktioniert?
Ich muss zugeben, dass ich anfänglich Angst davor hatte, mein klassisches Smartphone durch das viel größere FonePad zu ersetzen. Es hat sich erwiesen, dass meine Befürchtungen unbegründet waren. Die Abmessungen des Tabphones von Asus haben mich nicht so sehr gestört, gemäß der Annahmen des Herstellers musste ich kein zusätzliches Gerät, nämlich kein „normales“ Tablet tragen. Meine Bekannte haben sich daran gewöhnt, dass ich am Kopf einen großen „Dachziegel” halte und sie lachen sogar nicht mehr, obwohl anfänglich das FonePad alle zum Lachen brachte.
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| Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Inhaltsverzeichnis
- Satz, Aussehen, Zubehör
- Konstruktion und ihre Beurteilung
- Display
- Irgendwelche Nachteile?
- Fotografie
- Betriebssystem und Interface
- Als ein Handy
- Zusammenfassung und ein Video
Ich beginne mit Sachen, die mir im Fall des Geräts von Asus gefallen. Das ordentliche, steife Gehäuse des FonePad finde ich klasse. Die Metallrückseite macht das Handy schwerer, aber garantiert ganz gute Widerstandsfähigkeit. Wenn man das Tabphone in der Hand hält, knackt dieses nicht und sein Gewicht würde ich als passabel bezeichnen. Frontglas ähnlich wie die Aluminium-Rückseite sind ziemlich robust. Bisher habe ich keine Risse gesehen. Es gefällt mir auch, dass man das große Display sehr bequem benutzen kann. Auf einem 7-Zoll-Display kann man viel besser Internetseiten, Kontaktlisten oder SMS-Nachrichten durchsehen. Es ist auch viel einfacher, eine Telefonnummer zu wählen, wenn man z.B. Auto fährt und das FonePad an der Frontscheibe im Auto befestigt ist. Wenn wir jedoch das FonePad in der Hand halten, dann sind wir nicht im Stade, dieses mit einer Hand zu bedienen. Ich habe große Hände, trotzdem musste ich beide Hände benutzen, um den Bildschirm zu entsperren, geschweige das Auswählen einer Telefonnummer...
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| Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Wie die mechanische Sperr-/Entsperrtaste platziert wurde, gefällt mir nicht. Man kann es mit den Fingern der rechten Hand nicht erreichen, wenn man das Tabphone in dieser Hand hält. Warum habe ich das FonePad noch gerne? Wegen des Akkus! Es hat sich erwiesen, dass das zu große Smartphone von Asus länger als seine kleineren Kollegen hält. Mit allen aktivierten Moduln, als ich es ziemlich intensiv benutzte, hielt es 48 Stunden, ohne es aufladen zu müssen! Das ist ein tolles Ergebnis. Es gefällt mir auch, dass man es mit einem beliebigen Ladegerät von einem anderen Handy aufladen konnte. Eine typische microUSB-Schnittstelle erleichtert das Aufladen und ermöglicht die Verbindung mit dem Rechner dank „zufälligem“ Zubehör. Leider arbeitet die Buchse mit externen Speicherträgern nicht mit. Auch die Kopfhörer-Buchse ist universell – aber in diesem Fall konnte nicht anders sein, weil der Hersteller zu dem Satz sogar das einfachste Headset nicht gab.
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| Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Was gefällt mir nicht? Da die Fläche ziemlich groß ist, war das Benutzen des Geräts während sonnigen Tagen nicht so einfach. Der Bildschirm des FonePad verfügt über ziemlich gute Auflösung und Helligkeit, aber obwohl dieses auf Maximum eingestellt wurde, war die Lesbarkeit sehr schwach, als die Sonne stark schien. Soweit man ein 4-Zoll-Display mit der Hand bedecken kann, dann ist das im Fall eines 7-Zoll-Handys fast unmöglich. Zu den Vorteilen des Bildschirms kann man große Betrachtungswinkel und gute Farbenwidergabe (nur im Schatten) rechnen. Die Scheibe ist ziemlich elastisch, wenn man diese im zentralen Punkt drückt, dann entsteht ein Effekt des „schwimmenden“ Bildes. Der Touchscreen funktioniert klasse – vorbehaltlos.
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| Asus FonePad Bild: GSMchoice |
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Einige Probleme hatte ich damit, dass die kleine Klappe, die die Karten-Steckplätze bedeckt und eine Antenne ist, ziemlich locker befestigt wurde. Manchmal nahm ich das FonePad aus der Hosentasche heraus und der Deckel blieb unten. Mein Testexemplar hatte auch einen kleinen Mangel. Es passierte ab und zu, dass der Lautsprecher nicht funktionierte. Als ich mehrmals selbständig die Klappe abbaute, dann fand ich die wahrscheinliche Ursache dieses Problems. Es fehlte an eine Schraube, was verursachen konnte, dass der Lautsprecher keinen Kontakt mit der Hauptplatine hatte. Das Problem wurde erledigt, als ich ein Stück Karton unter die Abdeckung der Steckplätze hineinsteckte. Ich beschreibe diesen Mangel nicht, um Asus zu verspotten. Ich mache das für den Fall, dass jemand ein ähnliches Problem hätte.
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| Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Die Kamera des FonePad lässt sich nicht eindeutig beurteilen. Die Qualität der mit dieser aufgenommenen Fotos reißt niemandem vom Hocker. Anderseits kann ich die Tablets, die gute Fotos machen, auf den fünf Fingern abzählen. Wenn wir die fotografischen Möglichkeiten des FonePad mit anderen Tablets vergleichen, dann fällt es gut aus. Wenn wir es mit Smartphones nebeneinander stellen, dann landet es in der zweiten Liga. Ein großer Nachteil dieser Kamera ist die Tatsache, dass es an eine mechanische Kamera-Taste fehlt. Bei solchen Abmessungen wäre diese noch brauchbarer als im Fall eines einfachen Smartphones.
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| Fotos aus dem Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Zum Trost kann ich sagen, dass die Kamera ziemlich viele Einstellungen anbietet. Diese ermöglicht, die Weißbalance, Belichtung und Empfindlichkeit zu ändern. Der Hersteller gab die Modi zu: Porträt, in der Nacht, Negativ, Sepia, Schwarzweiß. Es gibt auch die Panorama-Funktion und digitales Zoom, das man eher nicht benutzen soll (ich rate es mindestens ab). Der Video-Modus ermöglicht, die Filme in VGA oder 720p aufzunehmen und während des Aufnehmens der Videos Fotos zu machen (aber nur in 1280x720 Pixeln). Ein wichtiger Vorteil ist das schnelle Einstellen der Schärfe. Wenn wir den Bildschirm berühren, können wir ihren beliebigen Punkt wählen und beim Aufnehmen des Videos kann man die Schärfe ändern, ohne das Aufnehmen aufhören zu müssen. Der Nachteil ist, dass der Ton der gedrückten Verschlusstaste auch aufgenommen wird. Die Lösung ist, früher den Ton auf „stumm” einzustellen.
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| Zoom bei Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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| Fotos aus dem Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Mehr beispielhafte Fotos, in voller Auflösung findet euch in der Bildgalerie auf der Katalogkarte!
Und unten gibt es beispielhafte Videos, die in beiden zugänglichen Auflösungen aufgenommen wurden:
| Video in der SD-Auflösung aus dem Asus FonePad Video: GSMchoice.com via YouTube |
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| Video in der HD-Auflösung aus dem Asus FonePad Video: GSMchoice.com via YouTube |
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| Interface des Betriebssystems vom Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Das Betriebssystem überrascht eher nicht. Der Hersteller hat ein paar Sachen geändert, aber das ganze Interface ist unverändert geblieben. Da das Display breiter ist, gibt es auf der Leiste unten mehr Icons. Auf dem Entsperrbildschirm befinden sich die Verknüpfungen der Kamera und Internet-Suchmaschine Google und die wichtigste Modifizierung sind die Mikroapplikationen, die wir im beliebigen Moment aufrufen können, ohne das gerade benutzte Programm schließen zu müssen. Ihre Leiste rufen wir durch die vierte System-Taste im unteren Bereich des Bildschirms auf. Zu den Standardapplikationen gehören:
- AudioWizard - Toneinstellungen
- BuddyBuzz – Aggregator für soziale Netzwerke
- Internet-Suchmaschine
- Kalender
- Taschenrechner
- Aufgabeliste
- Timer
- Video-Player.
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| Interface des Betriebssystems vom Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Außer den schon genannten „Fensternchen” hat Asus das FonePad mit der Applikation WebStorage (die ermöglicht den Zugriff auf Claud) ausgestattet, mit dem mit Claud mitarbeitenden Notizbuch MyBitCast und mit der Anwendung Asus Splendid – dank dieser kann man das Bild auf dem Bildschirm bearbeiten. Es gibt auch das „Schnelle Wörterbuch,” dieses ermöglicht den Zugriff auf blitzschnelle Übersetzungen des markierten Textes. Außerdem gibt es das hauseigene Notizbuch mit fertigen Mustern und die „Zettelchen” Sticky Memo. Wir bekommen auch den Photo Viewer Asus Studio und die Applikation Story, die das Erstellen der Fotoalben erleichtern soll. Zu dem Paket gehört auch "Painter" für das Zeichnen, wir finden auch den Einstellungsassistenten und einen ziemlich großen Satz von Widgets.
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| Interface des Betriebssystems vom Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Das Interface funktioniert zügig und gibt keinen Anlass zur Kritik. Das FonePad ist kein Meister der Widerstandsfähigkeit, aber beim alltäglichen Benutzen entstehen keine Lags, das Gerät arbeitet stabil und wird nicht so schnell warm. In Benchmarks fällt es durchschnittlich auf – na, ein normales Smartphone.
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| Benchmarks des Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Als ein Handy, wie ich es schon erwähnte, funktioniert es wirklich klasse. Obwohl es ein bisschen seltsam aussieht, ist die Klangqualität dank zwei Mikrofonen gut. Das oben am Gehäuse platzierte Mikrofon ist für Geräuschunterdrückung zuständig und das untere „sammelt“ unsere Stimme. Kein von meinen Gesprächspartnern entdeckte, dass ich mit einem Tablet telefoniere – alle behaupteten, dass ich so gehört bin, als ob ich per Handy telefonieren würde.
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| Interface des Betriebssystems vom Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Ein bisschen schlimmer telefonierte man beim Benutzen der Freisprechfunktion, als das FonePad auf dem Tisch lag. Damals verursachte das auf der Rückseite platzierte Mikrofon, dass der Klang gedämpft war. Zum Trost kann ich sagen, dass das einzelne Mikrofon über große Kraft und reinen Sound verfügt. Man soll sich aber mit einer Speicherkarte versorgen, weil von den 16 GB eingebautes Speicherplatzes für uns nur etwa 10 GB bleiben. Den Rest „verschlingt“ das Betriebssystem und Beilagen. Ein großer Vorteil des FonePad ist die Möglichkeit der Mitarbeit mit dem Netz Aero2 – wir bekommen den kostenlosen Internet-Zugang, aber wir können nicht mehr telefonieren. Schade, dass es kein Dual-SIM ist... Das FonePad kann ruhig die Navigation ersetzen – wie jedes ordentliche Smartphone verfügt es über GPS, aber leider müssen wir uns um Landkarten selbst kümmern, wenn wir die kostenlose Applikation von Google nicht gerne benutzen. Das Modul funktioniert gut – es findet schnell Signal und verliert dieses nicht.
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| Asus FonePad Bild: GSMchoice.com |
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Schließlich habe ich mir die Preisliste angeschaut. Das Gerät kostet etwa 260 Euro, den Preis halte ich für vernünftig. Der Einkauf von dem FonePad ist viel billiger, als wenn man ein 7-Zoll-Tablet und ein Smartphone kaufen würde. Ich bin jedoch nicht sicher, ob ich ein so großes Gerät jeden Tag benutzen möchte. Eigentlich haben mich die großen Abmessungen des Geräts nicht gestört, aber ich vermute, wenn ich einen Spaziergang machen oder Frühlingskleidung anziehen möchte, dann würde ich eher die SIM-Karte in etwas Kleineres reinstecken.
| Eindrücke bei der Nutzung von Asus FonePad Video: GSMchoice.com via YouTube |
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Wie ihr bestimmt bemerkt habt, habe ich die Beschreibung des Designs ausgelassen. Das habe ich absichtlich gemacht, weil ich schon alles sehr genau in der Ansage, als ich das Handy ausgepackt habe, beschrieben habe... Ihr findet diese hier.
Quelle: GSMchoice.com








































