Als es debütierte, ging ich an diesem vorbei. Ich schaute mir die Spezifikation und Fotos an und vergaß es. Zum ersten Mal sah ich es „live” während der diesjährigen IFA. Dort bemerkte ich eine kleine stilistische Finesse, aber danach ging ich weg und vergaß es wieder...
Als ich das Testexemplar bekam, sprang ich vor Freude an die Decke nicht. Aber nach über zehn Tagen hatte ich es gern. Um welches Handy handelt es sich? Um das HTC Desire 500!
Heute, wenn ich das Desire 500 seit über 10 Tagen benutze, mache ich mir Gedanken darüber, warum ich früher dieses Modell komplett ignorierte. Was am lustigsten ist, kann ich kein einziges Element nennen, das mich begeisterte. Ich habe es einfach gern. Vielleicht nach der Lektüre dieses Textes wird es klar sein, warum ich das Handy gern habe...? Ich werde euch zum Einkauf dieses Geräts nicht umstimmen, ich will euch auch die Lust an dieses nicht nehmen. Ich hoffe nur, dass meine Erfahrungen euch dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
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| HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Inhaltsverzeichnis
- Aufbau, Beurteilung der Konstruktion und des Sets
- Ausstattung, Nutzung
- Multimedien
- Fotografie
- Zusammenfassung
Das HTC Desire 500 zeichnet sich auf den ersten Blick durch nichts Besonderes aus. Das ist ein nicht so großes Smartphone mit einer durchschnittlichen Spezifikation. Um zu sehen, was es von anderen Geräten unterscheidet, müssen wir es uns genauer anschauen. Um das Gehäuse herum gibt es einen bunten Rahmen, der an einer Stelle – genau unter Lautstärke-Tasten getrennt wird. Diese Tasten beenden den Rahmen und lenken die Blicke auf sich. Sehr effektvoll. Der Kopfhörer- und microUSB-Anschluss wurden auch in diesen Rahmen hineinkomponiert, deswegen stört die Tatsache, dass sie nicht bedeckt sind, nicht so sehr. Die Powertaste ist auch dezent. Diese Farbe wurde auch bei der Objektiv-Abdeckung und der Diode verwendet. Ich habe das türkis-weiße Modell benutzt, aber andere Farbversionen sehen auch schön aus.
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| HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Das HTC Desire 500 kann überraschen, was den Abbau des Akkudeckels betrifft. Dieser wird zusammen mit allen Seiten des Gehäuses abgenommen und die spezifische Methode des Abbaus sieht man auf dem Piktogramm auf der Schutzfolie oder in der Bedienungsanleitung. Ähnliche Methode benutze man bei manchen Lumias: wir drücken die untere Ecke und versuchen, den Inhalt der Klappe hinauszuschieben. Die Prozedur ist einfach, wenn wir diese kennen und ein großer Vorteil ist dieser, dass das Gehäuse nach dem Aufbau sehr solid ist, es gibt keinen Spielraum und es knackt nichts.
| Abbau des HTC Desire 500 Video: GSMchoice.com via YouTube |
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Das aufgebaute Handy scheint, ein Monolith zu sein. Kommen wir jedoch auf den Akkudeckel zurück. Unter diesem finden wir außer dem Akku die Steckplätze für die microSIM- und microSD-Karte. Die Slots sind gut beschrieben und man hat den einfachen Zugriff auf diese, der Akku muss nicht entfernt werden. Sogar wenn man die SIM-Karte wechselt, muss man das Handy komplett nicht neustarten. Als ich mir das Innere angeschaut habe, habe ich bemerkt, dass die Ausfertigung des am meisten nicht sichtbaren Raums wirklich klasse ist. Es gibt keine Aufkleber und Schlupfwinkel. Dieses Detail beeinflusste meine ästhetischen Eindrücke. Man soll noch unterstreichen, dass die Tasten zusammen mit dem Gehäuse abgenommen werden. Man kann also das Handy mit dem beschädigten Akkudeckel oder ohne diesen praktisch nicht bedienen.
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| HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Die Ausfertigung ist einfach klasse. Man sieht keine Spalten; wie ich es schon erwähnte, scheint die Konstruktion einheitlich zu sein. Die benutzten Stoffe zeichnen sich durch gute Qualität aus, sind gegen Kratzer resistent. Die glänzende Rückseite des Smartphones sieht die ganze Zeit wie neu aus. Das gleiche betrifft den Bildschirm. Dieser verfügt über nicht so imponierende Bildschirmdiagonale und Auflösung... aber ist toll! Er ist hell, die Farben werden schön wiedergegeben, die Schriftart ist lesbar und der Betrachtungswinkel ist groß. Das Touchpanel ist prima und die Lesbarkeit bleibt sogar beim starken Sonnenlicht gut. Glas, das dieses schütz fühlt sich meiner Meinung nach angenehm an. Der Finger gleitet gut über das Display und die Fläche wird nicht so schnell schmutzig. Über dem Display wurde die Benachrichtigungsdiode (informiert über den Akkuzustand und die verpassten Ereignisse) platziert. Unten befinden sich zwei Sensor-Tasten: Home und Zurück. Das Menü-Taste erscheint nur auf dem Bildschirm – je nach Bedarf. Die Bedienung ist schwieriger, weil die genannten Sensor-Tasten nicht so gut beleuchtet werden, in der Dunkelheit kann man diese nicht so einfach finden. Ich habe im Menü keine Optionen gefunden, um die Beleuchtung einzuschalten. Ich habe jedoch festgestellt, dass die „aktive“ Fläche der Tasten zu klein ist.
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| HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Schauen wir uns die Ausstattung an... Über das Set vom Desire 500 kann ich nicht so viel sagen. Ich habe ein Test-Handy mit einer nicht gekennzeichneten Box. Drinnen gab es den Akku, das Kabel und nicht so gute Headset. Ich bin nicht sicher, ob das Standardset so aussieht... aber ich unterstreiche nur, dass der Akku 1 A liefert und der einzige Vorteil des Headsets ist dieser, dass es überhaupt da ist. Die zusätzlichen Elemente der Ausstattung von HTC Desire 500 sind u.a. Elemente, die mit Multimedien verbunden sind. Zur Verfügung steht uns die Technologie Beats Audio, aber leider mit einem Standard-Lautsprecher. An Bord befinden sich auch das FM Radio mit RDS, die Applikationen TuneIn, SoundHound und Laden 7Digital mit eher teurer Musik. Das Desire 500 verfügt außerdem über die Kamera mit BSI und der LED-Diode und die Frontkamera für Videogespräche via Skype oder für das Aufnehmen der Selbstbilder. Alles läuft unter Android 4.1.2 mit der Oberfläche HTC Sense 5.0, die dem Zugriff auf BlinkFeed ermöglicht. Wie funktioniert das alles?
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| HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Besser als man aus den technischen Daten und Benchmarks schlussfolgern kann. Dieses Handy, das auf den ersten Blick nicht begeistert, enttäuscht beim alltäglichen Nutzen nicht. Das Interface arbeitet problemlos, auch die Applikationen starten schnell und funktionieren stabil. Wenn es schon irgendwelche Störungen entstehen, dann sind sie nicht so lästig und dauern weniger als eine Sekunde. Das Handy wird nicht zu warm, mit der Zeit während der Arbeit wird es nicht langsamer. Ein bisschen weniger freut mich die Tatsache, dass dem Nutzer ein bisschen über 3 GB zur Verfügung stehen. Man muss die Karte unbedingt kaufen. Ich weiß nicht, was nach einem Monat oder nach zwei Monaten passiert, aber zur Zeit kann ich mich über das HTC Desire 500 nicht beschweren. Das Interface Sense 5.0 soll man extra besprechen, weil es ein paar neue Lösungen beinhaltet. Meiner Meinung nach ist der „Kindermodus”, also Kid Mode am meisten interessant. Der ermöglicht den Zugriff auf die von dem Besitzer gewählten Applikationen und Funktionen und sichert zusätzlich die Daten vor zufälligem Löschen. Man kann auch keine Einstellungen ändern. Ich hatte auch die Funktion BlinkFeed gerne. Diese zeigt auf dem Startbildschirm Informationen aus Internetseiten oder unseren sozialen Netzwerken. Die erscheinen in Form der animierten Kacheln und wir können entscheiden, welcher Themenkreis uns interessiert. Die Informationen von BlinkFeed werden authomatisch, nach jedem Entsperren des Displays erfrischt. Wenn wir mit dem Finger nach links oder rechts schieben, dann sehen wir andere Nachrichten aus der Quelle, die wir gewählt haben. Man muss jedoch BlinkFeed nicht benutzen. Wenn wir möchten, kann sich an Stelle dieser Applikation ein Desktop mit Applikationen befinden. Zur Verfügung stehen uns fünf. Was noch wichtig ist, kann man dort Ordner erstellen und das Layout bearbeiten. Die Oberfläche ist klasse, obwohl man eine ein bisschen komplizierte Methode verwendete, wie man die Icons von Menü zu dem Desktop überträgt. Wir können das durch die Drag-and-Drop-Methode wie beim normalen Interface von Android nicht machen. Man muss auf Bearbeiten gehen, in dem man den Finger an einer freien Stelle hält. Außer der Applikation BlinkFeed finden wir auch "Transfer" zum Übertragen von allen Daten und Einstellungen aus einem anderen Smartphone mit Android und das Programm "Sync Manager" zum Verwalten und Austausch der Dateien zwischen dem Handy und dem Rechner.
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| Benchmarks des HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Was die Grundaufgaben betrifft, kann man diesem Modell nichts vorwerfen. Es garantiert die gute Klangqualität, verfügt dabei über einen schlauen Dialer, der die Kontakte aus der Kontaktliste an die Zeichen, die man eintippt, anpasst. Der Nachteil ist dieser, dass man Videogespräche von dem Dialer nicht anfangen kann. Außerdem sollen die virtuellen Tasten zum Abnehmen des Anrufes meiner Meinung nach größer sein. Das Desire 500 ermöglicht, die Dateien dank NFC problemlos zu verschicken, arbeitet mit Bluetooth-Zubehör mit, auch GPS funktioniert einwandfrei. Mit der Applikation Navigation müssen wir uns selbst versorgen – zu der Standardausstattung gehört nur Google. Ich habe hier NaviExpert probiert. Ohne Vorbehalt. Was die Energieversorgung betrifft, sieht das HTC Desire 500 ordentlich aus. Das ist ein von wenigen Smartphones, dass 48 Stunden normal arbeiten kann. Als ich es geschont habe, hat das Desire 5 Tage lang gearbeitet, wobei WLAN und Aktualisierungen eingeschaltet waren. Dabei telefonierte ich ein paar Minuten täglich und benutzte keine Multimedien.
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| Interface des HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Da ich über Multimedien geschrieben habe, schauen wir uns etwas mal... oder am Anfang hören wir etwas. Das Logo BeatsAudio verspricht unheimliche Eindrücke und tatsächlich enttäuscht das Desire 500 im Bezug auf die Musik nicht. Das Headset vom Satz kann man sofort wegwerfen, man soll auch den eingebauten Lautsprecher nicht so intensiv benutzen. Der klingt ziemlich sauber, aber es reicht nicht an 2 Boom-Sounds des HTC One heran. Die Musik klingt gut, aber es stört, dass es an den eingebauten Equalizer fehlt. Es gibt nur Beats Audio mit spezifischer Charakteristik, die nicht immer angebrachte Eindrücke garantiert. Mir gefällt der Sound nach der Korrektur durch Beats, was bedeutet nicht, dass dieser jedem gefallen wird. Deswegen denke ich, dass man einen anderen Equalizer, am besten mit der manuellen Korrektur zur Verfügung haben soll. Das beim HTC Desire 500 eingebaute FM Radio spielt gut, aber man soll das Kabel (also in diesem Fall die Antenne) maximal dehnen.
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| HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Das HTC Desire 500 verfügt über eine ordentliche 8-Megapixel-Kamera mit der LED-Diode und dem Autofokus. Meine Beurteilung ist kurz: die Kamera nimmt einfach gute Bilder auf. Sogar die Fotos, die in der Nacht aufgenommen wurden kann man sich anschauen, Bildrauschen ist nicht so intensiv. Die am Tag aufgenommenen Bilder sind detailreich und die Farben werden sehr gut wiedergegeben. Unten könnt ihr ein paar Beispielfotos sehen. Mehr, in voller Auflösung findet ihr auf der Katalogkarte.
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| Fotos aus dem HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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| Fotos aus dem HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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| Zoom des HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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| HDR des HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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| Panorama des HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Das Kamera-Interface ist einfach, aber man kann sich über die Ausstattung nicht beschweren. Es gibt sechs thematische Programme (Standard, Porträt, Landschaft, Text, Gegenlicht, Makro). Man kann auch die Modi HDR und Panorama benutzen, Bildstabilisierung ist auch da. Wenn das für jemanden zu wenig ist, kann er auch unter mehreren Effekten wählen. Es gibt 15 Effekte und wir sehen die Ansicht „live”, was die Auswahl erleichtert. An Bord gibt es auch den Selbstauslöser, man kann die Belichtung, Kontrast, Sättigung, Schärfe, Empfindlichkeit, Weißbalance und den Kontrast bearbeiten. Die Kamera nimmt die Serienbilder so lange, wie wir den Auslöser drücken. Man kann die Serie auch auf 20 Bilder begrenzen. Andere Möglichkeiten der Kamera sind u.a.: Smile- und Gesichtserkennung der Verschluss wird durch die Berührung ausgelöst. Zu den Nachteilen der Kamera gehört der nicht so gute digitale Zoom und fehlende Kamerataste. Es gefiel mir auch die Farbe der LED-Diode nicht. Die scheint grün zu sein... Unten findet euch spezielle Effekte der Kamera von Desire 500:
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| Foto-Effekte des HTC Desire 500 Bild: GSMchoice.com |
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Was die Videoaufnahme betrifft, können wir zwischen drei Auflösungen wählen: MMS (176x144), Panorama 800x480 und HD 720p. Wenn man die Filme aufnimmt, kann die Schärfe die ganze Zeit eingestellt oder in einem bestimmten Moment ausgeschaltet werden. Man kann auch die Nahaufnahmen mit Zoom machen, aber das ist nicht einfach, ohne die Kamera nicht zu berühren. Die Qualität der Filme ist leider schlimmer als der Fotos. Man sieht die Kompression, mehrere Artefakte, die Schärfe ist nicht mehr so gut, man sieht weniger Details. Manchmal läuft das Video nicht so zügig. Der Klang ist dafür ziemlich gut, auch die Farben sind ordentlich wiedergegeben. Das ist ein Beispielvideo:
| Filme aus dem HTC Desire 500 Video: GSMchoice.com via YouTube |
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Die aufgenommenen Bilder können wir im Bezug auf die Zeit und Lokation ordnen. Wir können auch die Alben nach Ereignissen erstellen und diese auf verschiedene Art und Weise veröffentlichen. Bilder und Filme kann man bearbeiten, in dem man verschiedene Effekte benutzt. Gewählte Bilder und Videos können wir zu einem Video verbinden und die Musik im Hintergrund abspielen. Das fertige Video können wir dann via E-Mail oder in unseren sozialen Netzwerken veröffentlichen. Man kann den Film auch an HTC Share verschicken. Diese Funktion beschrieb ich genau im Artikel über das HTC One.
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| HTC Desire 500 Bild:GSMchoice.com |
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Lohnt es sich, dieses Smartphone zu kaufen? Das HTC Desire 500 kostet etwa 230 Euro. Es ist nicht so billig, aber sieht toll aus und funktioniert prima. Eigentlich hat es keine Nachteile, wenn wir es mit den Konkurrenten aus dem gleichen Preissegment vergleichen. Bestimmt ist das ein interessantes Angebot. Vor dem Einkauf wäre es gut, zu prüfen, ob die Oberfläche Sense euch gefällt. Und wenn ihr dieses schon kauft, dann lest unbedingt die Bedienungsanleitung, bevor ihr die Karten und den Akku einsteckt.
Quelle: GSMchoice.com













































































